Übersicht: HomeKit kompatible Produkte


Update 16.3.: neue Liste kompatibler Produkte

Es wurde von Apple eine neue Übersicht bezüglich Komponenten, die HomeKit unterstützen, hier veröffentlicht.


Es gibt auf der Apple-Homepage zwar eine große Übersicht von HomeKit kompatiblen Produkten, jedoch sind die  meisten Systeme nicht für den europäischen Markt gedacht. So sind die Systeme von Lutron, August (Schließanlage) oder Schlage (Türschloss) zwar hier über Zwischenhändler beziehbar und auch durchaus interessant, aber nicht wirklich einsatzfähig. Die gängigsten Systeme und Hersteller habe ich hier mal aufgelistet.

Elgato

Elgato hat sich mit seinen Geräten stark an HomeKit gekoppelt und ist wohl auch damit der größte Anbieter für HomeKit kompatible Produkte. Dementsprechend liest sich die Liste erstmal gut:

•  Tür- bzw. Fensterkontaktschalter (Elgato Eve Door & Window): Zeigt an, ob Türen und Fenster geschlossen sind und kann bei Bedarf auch Aktionen ausführen. Zum Beispiel Heizung aus wenn Fenster geöffnet wird.
Zwischenstecker (Elgato Eve Energy): Schaltet Verbraucher an Steckdosen und misst den Stromverbrauch
Bewegungssensor (Elgato Eve Motion): Aktiviert automatisch Szenen und schaltet Geräte bei An- und Abwesenheit
Außensensor (Elgato Eve Weather): Misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck der Außenumgebung.
Raumklimasensor (Elgato Eve Room): Misst die Qualität des Raumklimas, genauere Beschreibung gab’s in diesem Blog-Artikel.
Heizkörperthermostat (Elgato Eve Thermo): Heizt den Raum aufgrund hinterlegter Zeitpläne oder Anwesenheit.

Die Geräte sind alle (außer der Zwischenstecker natürlich) batteriebetrieben und lassen sich über eine Bluetooth-Verbindung leicht einbinden. Daher ist ein nachträgliches Ausrüsten im Smarthome kein Problem. Der Nachteil ist wiederum der Verbrauch an Batterien.

Philips

Hier gilt eigentlich das gleiche, wie bei Alexa. Alles was letztendlich an der Philips Hue Bridge angemeldet ist, kann irgendwie zur Steuerung des Smarthomes verwendet und automatisiert werden. Der Fokus liegt hier aber ganz klar auf Beleuchtung, mittlerweile gibt es aber auch einen Bewegungssensor. Wichtig ist nur, das man die quadratische und NICHT die rund Bridge besitzt.


Allerdings braucht man bei HomeKit keine App runterzulassen und zu installieren. Das HomeKit-Protokoll ist bereits in der neuen Bridge implementiert.

Tado

Tado wurde schon in dem Smarthome Alexa-Beitrag besprochen. Hier können die gleichen Produkte anstatt mit Alexa auch mit HomeKit verbunden werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass man die InternetBridge benötigt, die im Starterkit v3 enthalten ist.
HomeKit kompatible Produkte: Tado

HomeKit kompatible Produkte: Fazit

Für HomeKit gibt es einige Produkte, die das Eigenheim smart machen können. Allen voran setzt Elgato hier mit der EVE-Serie auf intelligente Geräte und Hausautomatisierung. Nimmt man noch das Philips-System mit hinzu kann man alle wichtigen Bereiche im Haus (Heizung, Beleuchtung, Geräte schalten) per Siri ansprechen. Generell würde ich mir aber per Unterstützung von Apple wünschen, da die Gesamtkonzept eher schleppend vorangetrieben wird. Was schade ist, denn hier gäbe es eine Menge Potential.

Übersicht: Alexa kompatible Produkte

Nachdem Amazon seine Alexa in Deutschland eingeführt hat und diese nun auch offiziell ohne Einladung käuflich erwerblich ist, steht der Sprachsteuerung für’s Smarthome nichts mehr im Wege. Aber welche zu Alexa kompatible Produkte gibt es derzeit?

innogy

Durch das Einbinden der Alexa Smarthome Skills von innogy bindet man das System ein. Danach lassen sich alle Geräte von Thermostaten, Beleuchtung, Rollläden, Schalter und schaltbaren Steckdosen auf Zuruf bedienen.
Alexa kompatible Produkte: innogy

Netatmo

Über die Netatmo Skill App werden die Thermostate, Wetterstationen und Windmesser zur Abfrage über Amazon Echo eingebunden. So kann man dann per Sprachbefehl die verschiedenen Innen- und Außentemperaturen abfragen. Ebenso wird der CO2-Level in den Räumen gemessen und der Geräuschpegel detektiert.
Alexa kompatible Produkte: netatmo

Osram

Auch hier werrd durch einbinden der Lightify Skill die verschiedenen Beleuchtungssysteme eingebunden und können geschaltet bzw. getimt werden. Anscheinend können aber derzeit keine Szenen festgelegt und angesteuert werden.
Alexa kompatible Produkte: Osram

Philips Hue

In Verbindung von Amazon Echo mit dem Philips Hue System kann so ziemlich alles eingebunden und angesteuert werden, was in der Hue Bridge angemeldet werden kann. Danach lassen sich alle Lampen einzeln anschalten und dimmen oder ganze Szenen definiert und anschließend aktiviert werden.
Alexa kompatible Produkte: Philips Hue

Tado

Tado bietet für das Smarthome Produkte rund um die Heizungssteuerung an. Auch hier wird die entsprechende Skill in Alexa aktiviert und danach kann man z.B. mit dem Satz “Alexa, setze die Temperatur im Wohnzimmer auf 22 Grad” die gewünschte Temperatur einstellen.
Alexa kompatible Produkte: Tado

Alexa kompatible Produkte: Fazit

Mittlerweile haben alle großen Hersteller über die Programmierung und Bereitstellung einer entsprechenden Skills-App ihre Systeme in das Amazon Echo Umfeld integriert. Vergleicht man die beiden Beleuchtungs-Platzhirsche Osram und Philips hat meiner Meinung nach Philips hier die Nase vorn, allerdings kostet das Hue-System  auch etwas mehr. In Zukunft werden die Smarthome-Hersteller ihre Skills weiter verbessern und mehr Funktionen integrieren. Man darf also gespannt sein, wie sich das Thema Smarthome in nächster Zeit weiterentwickelt.

 

Smarthome mit Raspberry Pi + Relais

Mit dem Raspberry Pi erhält man für wenig Geld eine relativ leistungsstarken Rechner für die Hausautomatisierung. Ohne zusätzliche Hardware kann man aber im Prinzip nur die Logik und Visualisierung damit realisieren. Der Raspberry Pi besitzt aber sogenannte GPIO um hardwaremäßig mit der Aussenwelt zu kommunizieren. GPIO steht für General Purpose  Input/Output, also im deutschen für Mehrzweck Eingang/Ausgang. Das bedeutet, dass diese Kontakte keine feste Belegung oder Verwendung haben. Je nach Bedarf kann man den Kontakt als Eingang oder Ausgang verwenden. Auf der Platine findet man 26 dieser Multifunktions-Schnittstellen. Um die Ein- bzw. Ausgänge zu benutzen, braucht der Pi zuerst ein Betriebssystem. Wie man das installiert, könnt ihr hier nachlesen. Zur Konfiguration und Ansteuerung kann man auf vorgefertigte Bibliotheken wie z.B. die Python-Library RPi.GPIO. Über die Bibliotheksfunktionen kann man die GPIOs einfach als Aus- oder Eingang konfigurieren und danach ansteuern bzw. auslesen.

Raspberry Pi  Relais

Der Ausgang liefert als HIGH-Pegel (also im eingeschalteten Zustand) eine Spannung von 3,3 V am Pin. Zudem ist der Ausgang nicht stark belastbar. Zum Ausprobieren kann man eine LED mit entsprechendem Vorwiderstand an den Ausgang anschließen, größere Lasten  wie Lampen oder elektrische Geräte lassen sich damit nicht schalten.

Raspberry Pi Relais

Da man auch größere Leistungen über den Raspberry schalten kann, benötigt man zusätzliche Hardware. Im Internet gibt es eine Vielzahl von Relaiskarten mit unterschiedlicher Bestückung. Ein 8 Kanal Relais Modul gibt es für unter 10 € und ist für erste Versuche erstmal ausreichend. Um das Raspberry Pi  Relais zu verwenden, muss man wie erwähnt die Python-Bibliothek einbinden und dann ein kleines Skript zweck Hausautomatisierung schreiben. Man kann z.B. zeitgesteuert Ausgänge an- und abschalten  oder man schaltet die Ausgänge über eine Weboberfläche vom Handy aus. Beim Schalten von Netzspannungen ist natürlich hier besondere Vorsicht geboten. In einer der nächsten Beiträge werde ich hier mal ein Beispielsprogramm zur Ansteuerung der Ausgänge in Python erklären.